Dienstag, 26. Februar 2013

Alexander Robotnik - Interview with Riley Reinhold

alexander robotnik


Alexander Robotnick
Riley Reinhold
rrr@buzz.de
Ein Artikel über den Italiener Alexander Robotnick hat, das vorweg, was elektronische zeitgenössische Musik betrifft, keinen aktuellen Anlaß. Vielmehr gilt es, den völlig vergessenen und genialen Künstler wieder ins Gedächtnis zu rufen, denn er ist bei historisch interessierten Hörern als Pionier in Sachen House und Techno nicht unbekannt und wurde durch die Wiederveröffentlichung seines Erstlingswerkes “Probl?mes D’Amour” Mitte 1997 wieder für DJs und Hörer relevant.
Der Italiener Maurizio Dami lebt heute zurückgezogen in der Chianti Region Greve in der Nähe von Florenz und produziert Ambient und Meditationsmusik, die Rückschlüsse auf seine besten Produktionen erkennen lassen. Selbst bekannten italienischen Musikern von heute ist er kein Begriff. Dabei hätte alles anders kommen können, denn Maurizio Dami aka Alexander Robotnick, der mit “Probl?mes D’Amour” 1983 einen Hit in New York hatte, der ihm kurz darauf einen Vertrag mit Sire einbrachte und Remixe vom weltbekannten Francois Kevorkian nach sich zog (unter anderem auch für Kraftwerk mit Remixen tätig), war seiner Zeit weit voraus.
Probl?mes D’Amour, das zwischen 1983 und 1997 gleich vier mal wiederveröffentlicht wurde und sich 100 000 mal verkaufte, war nicht nur vielleicht das erste Stück, welches eine, bzw. zwei Roland TB 303 Basslines gebrauchte, sondern vermochte futuristischen New Wave, Indie, Funk und nicht zuletzt Pop in den Dienst einer Dancefloorfunktionalität zu stellen, die für diese Zeit einmalig war. Nicht zu unrecht sehen Kritiker “Probl?mes D’Amour” als einen legitimen Vorläufer für House und Techno an. Beeindruckend ist das extrem hohe Produktionsniveau, der in den Emme/FUZZ DANCE Studios hergestellten frühen Stücke, deren glasklare, fast digital wirkende, stoische Ästhetik an Kraftwerk erinnert. Selten kommt man in den Genuß solcher komplex arrangierten Stücke, die trotzdem immer schlicht und elektronisch wirken und für manchen Produzenten noch immer ein Geheimnis darstellen.
Neben “Probl?mes D’Amour” gehören die Frühwerke “Computer Sourire” und “Dance Boy Dance”, die alle als 12″ veröffentlicht wurden, nach dem heutigen Verständnis zu den elektronischsten seiner Stücke. Zeitgleich produziert er unter dem Namen Mya & The Mirror und Gina & The Flexix mehr gesangsorientierte Stücke, die fast immer Elemente seiner Alexander Robotnick Stücke verwenden. Naif Orchestras “Check Out Five” an dem er federführend beteiligt war, ist definitiv ein weiteres Highlight. Fast alle seine Platten erschienen auf Fuzz Dance, einem Dance Ableger des italienischen Independent Vertriebs und Labels Materiali Sonori. Seit 1977 veröffentlicht er internationale zeitgenössische elektronische Musik, experimentellen Rock, Ethno Music, Film Soundtracks und poetische Texte, gilt als Alternativ-Vertrieb zu den existierenden. Auf Fuzz Dance erscheint 1980 die erste Veröffentlichung eine Disko EP. Erst ab 1993 scheint die Bezeichnung Disco-Avantgard zu greifen, hat man größtenteils mit eigenen Kräften (Giampiero Bigazzi, Arlo Bigazzi, Militia Bigazzi, Giancarlo Bigazzi, Marzio Benelli, Maurizio Dami, Marzio Benelli) und einem eigenen Breitband-Innenlogoformat Kraft in eine Vision gesteckt, die ihren Durchbruch in Alexander Robotnicks “Probl?mes D’Amour” fand. “Ich wollte ursprünglich Picture Discs pressen lassen, aber zu dieser Zeit wußte in Italien keiner, wie man dies macht, also vergrößerte ich das Logo. Die einzige definitive Reaktion darauf kam von dem Direktor von Warner Italien, der mich darauf ansprach, weil Prince dies auch mit einer seiner 12″s machen wollte.” (Arlo Bigazzi). Andere bekannte Artisten auf dem Label waren: Dissidenten, Winston Ton (ex-Tuxedomoon), Minimal Compact etc. Anläßlich dem 20jährigem Bestehen von Materiali Sonori hat man Fuzz Dance, auf dem seit 1988 keine Platten mehr veröffentlicht wurden, symbolisch neugestartet und vertreibt kleine Teile des Backkatalogs. Zu den aktuellen Projekten Materiali Sonoris gehört das Gemeinschaftsprojekt zwischen Minus Habens Records( dem bekanntesten Experimental-Elektronik Label Italiens) und ihnen, daß sich in dem neuen Remix Album It-Era Vulgaris Ncoded auf Drop niederschlägt.
Trotz des nachweislich geringen Bekanntheitsgrades von Alexander Robotnick in der existierenden Elektronikszene, wofür letztlich auch Fuzz Dance verantwortlich zeichnet, weil man das kommerzielle Potential von Tanzmusik damals höher eingeschätzt hatte, der Enthusiasmus von Tag zu Tag geringer wurde und somit auch die Promotionaktivität, ist Robotnick für die, die ihn kennen zu einer Ikone der frühen Dancefloor Musik geworden. Platten wie seine “Ce N’ Est Q’ Un” Debut LP werden nicht selten für mehrere hundert Mark gehandelt, obwohl sie ebenso mit etwas Glück in einem Second Hand Laden in New York für wenig Geld zu finden sind. Robotnick selbst hat aus persönlichen Gründen nie an der Vermarktung seiner Person teilgenommen, ging nie auf Tour, sondern gab stattdessen einige erlesene Live-Auftritte in Clubs seiner Heimatstadt Florenz.
Riley Reinhold sprach mit Alexander Robotnick via Sprachkomputer.
DE:BUG: Alexander Robotnick ist elektronische Musik mit einem poetischen New Wave Flair. Welchen Hintergrund hatte diese Produktion?
A.R. Mein erstes musikalisches Projekt fand innerhalb eines Dance Cabarets statt, das sich “Avida” nannte. Als Kind liebte ich französische Musik und Künstler wie Gilbert Becaud, Edit Piaf, Francoise Ardit und ….Antoine.
DE:BUG: Alexander Robotnick war dein erfolgreichstes Projekt und “Probl?mes D’Amour” wurde dann von Francois Kevorkian geremixt. Wie kam es dazu? Warst du mit den Remixen zufrieden?
A.R. Als ich mir damals Kevorkians Remix angehört habe, liebte ich ihn. Er hatte fast nichts geändert, außer daß er den Bass und die Drums kraftvoller gestaltete. Heutzutage finde ich meine wie auch seine Version unvollständig. Kevorkian remixte “Probl?mes D’Amour”, weil sie für Sire nicht professionell genug war. Er hat mehr Geld dafür bekommen als ich.
DE:BUG: Hat dich damals Kraftwerk beeinflußt?
A.R.Ich bin 1950 geboren 1950!
Ich habe mit meinem Musikstudium (Jazz Gitarre) sehr spät, mit 28, begonnen. Vor 1980 habe ich Gitarre in einem Jazz Quintet gespielt. Dann habe ich mich in elektronische Musik verliebt und ich begann, Keyboard zu spielen. Als ich 33 Jahre alt war, machte ich “Probl?mes D’Amour”. In den 70ern liebte ich Progressiven Rock aus England, dann den amerikanischen Jazz. Weather Report war einer meiner ganz großen Favoriten und ich mochte den besten Disko (Moroder). Auch wichtig war für mich der Modal Jazz der 60er (J. Coltrane). Danach kam der No-Wave aus New York (James White & The Contortians, Suicide e.t.c) und der New Wave aus England mit The Cure und Depeche Mode. Ich haßte aber den Dark Wave und den Pop Mitte bis Ende der 80er und ich begann, wieder J. Coltrane and Giacomo Puccini zu hören. Ich begann, Interesse an Ambient Musik zu finden. Letztendlich habe ich danach Gefallen gefunden an Underground House Produktionen, aber wegen persönlicher Probleme war es mir dann nicht möglich, etwas Gutes zu machen. Dann bin ich nach Indien gegangen und den Rest kannst du auf meiner Webpage lesen. Für mich sind Kraftwerk und Tangerine Dream die Väter aller elektronischer Musik. Das erste Mal habe ich Kraftwerk gehört bei einer Vorführung des “Squat Theaters” aus NY in Florence 1978.
DE:BUG: Was war der Auslöser für ein Projekt wie Alexander Robotnick?
AR: Im Grunde habe ich “Probl?mes D’Amour” mit einem New Wave Gefühl gemacht, um gegen den schrecklichen Dark Rock und Plastik-Pop zu protestieren, den du überall gehört hast. Ich habe eine TR 808, zwei Roland TB 303 Basslines und einen analogen Synth benutzt. Weiter nichts, kein professionelles Equippment. Deshalb klingt “Probl?mes D’Amour” wie späte House Musik, aber das Gefühl ist anders. Es gibt in diesem Stück keinen einzigen Loop oder Samples, alles ist programmiert und eingespielt worden. House Musik ernährt sich aber maßgeblich von Samples und Loops. “Probl?mes D’Amour” hat Menschen nicht so sehr wegen dem Inhalt begeistert, sondern wegen dem Independent Spirit, der in ihm steckt.
DE:BUG: Warum hast du mit deinem Projekt Alexander Robotnick aufgehört und begonnen Ambient Musik zu machen?
AR: Zuerst war Alexander Robotnick ein Fehlschlag. Zum Zeitpunkt des Erscheinens war der Sound in den europäischen Discotheken völlig anders. Nur in Florenz und in Neapel gab es einige, die das Stück dort im privaten Radio gehört hatten. Ein Jahr später wurde mir bewußt, daß man auf mich in New York aufmerksam geworden war, obwohl ich auf französisch sang. Aber ich hatte mich schon verändert und ich begann mit Soundtracks und ambienter Musik zusammen mit GMM (Giovanotti Mondani Meccanici – eine Video Kunst Gruppe). Zu diesem Zeitpunkt konnte ich kaum englisch sprechen und kann es auch noch immer nicht richtig. Dieses Interview ist für mich schwierig.
DE:BUG: Was ist für dich ein ambientes Meisterwerk?
AR: Ich liebe die Doppel CD von The Orb!
DE:BUG: Du hast Filmmusik für Alessandro Benvenuti, Antonio Climati, Marco Mattolini und Marco Risi gemacht. Was für Filme waren das?
AR: Das ist nicht so wichtig. Dabei ging es darum, Geld zu verdienen.
DE:BUG: Was bedeutet Naif Orchestra für dich?
AR: Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern. Ich habe einen Remix für sie gemacht.
DE:BUG: Wie bist du an Materiali Sonori gekommen?
AR: Ich habe sie 1981 in Florenz getroffen. Sie veröffentlichten meine erste EP “La bustina-AVIDA”. Wir wurden gute Freunde. Materiali Sonori war das einzige Independent Label, daß sich für neue Musik in Italien interessiert hat.
DE:BUG: Du bist involviert bei Fratuma Productions, die orientalische Musik veröffentlichen. Wie viel bedeutet dir das?
AR: Es sind Freunde von mir. Manchmal bin ich bei ihnen im Studio.
DE:BUG: Du produzierst momentan Musik mit indischen Einflüssen, was interessiert dich daran?
AR: Ich weiß nicht genau. Ich liebe indische Musik, daß klassische daran, die Hingabe und Bally Sagoo auch. Ich glaube, daß altertümliche Formen des Musikmachens viel damit zu tun haben, wie man in der Zukunft Musik machen wird.
DISCOGRAPHie: Alelaxander Robotnick
(Vinyl)
Probl?mes D’ Amour * – Alexander Robotnick (MASO-SIRE-WEA/1983) Probl?mes D’ Amour (Ah Ou Ah Version) – Alexander Robotnick (MASO-SIRE-WEA/1985)
Computer Sourire/Dance Boy Dance – Alexander Robotnick (MASO 1985)
Ce N’ Est Q’ Un Debut – Alexander Robotnick (MASO LP/1984) Ce N’ Est Q’ Un Debut/Check Out Five – Alexander Robotnick + Naif Orch. (MASO 7″/1984)
Fuzz Dance Compilation – A.R., MYA, Naif O.(MASO RECORDS LP /1985) C’ Est La Vie – Alexander Robotnick (MASO RECORDS, SIRE-WEA/1987) C’ Est La Vie – Alexander Robotnick (MASO RECORDS, SIRE-WEA FRANCE /1987) C’ Est La Vie – Alexander Robotnick (WEA 7″ /1987) G.M.M. – Compilation (MASO LP/1985)
Love Supreme – G.M.M./A.Robotnick (MASO /1987 )
Les vacances – Alexander Robotnick (DFC-EXPANDED RECORDS)
(CD)
Probl?mes D’ Amour In Firenze Sogna – Alexander Robotnick (MASO CD1993)
* Diente als ein Teil des Soundtracks für den italenischen Film “National Lampoon”.
Other Projects by Maurizio Dami
Maurizio Dami – Forza Viola (Special 12″/7″) Maurizo Dami – GMM/Ambient Music (Maso / 1984) Mya & Mirror – Hesitation (Fuzz Dance/ 1984) Naif Orchestra – Check Out Five (Fuzze Dance/ 1984) Gina & The Flexix – I Wanna Belive (Fuzz Dance/ 1984) S. Giovanni Bassita- Summer Sweet (Fuzz Dance /1985) Naif Orchestra – Ring Me Up Rmx (Fuzz Dance/ 1986) Winston Tong – Broken English (Remix) – (LES DISQUES DU CREPUSCULE, 1986) Minimal Compact-Nil Nil (Remix) (CRAMMED DISCS/MASO /1988) Music for Meditation – Music for Meditation (MASO ) Outwave -Unstoppable (DCF/EXPANDED R.)
Overdub – Overdub (CALYPSO/IRMA RECORDS)
Outwave – Selling India by the pound (2 tracks) (VOX POP) B. Miranda-M.Dami – A good day (C.P.I.- MERCURY)
CD-ROMs:
Firenze Laurenziana (ACTA-SCALA 1994)
Viaggio in Egitto (ACTA-SCALA 1995)
Atlante Storico Multimediale (SILAB/DIGIMAIL 1995)

Mittwoch, 23. Mai 2012

Triple R-(Riley Reinhold) Interview mit dem label Re-Load (für Frontpage)


FP:
Wieviele Platten verkauft man in Belgien von einer Underground-Acid- oder Techno-Platte?
Vanmeerhaeghe Laurent:
Ich glaube, wenn man 3.000 Platten verkauft, ist das ganz gut. Wenn du 5.000 verkaufen willst, muß das eine sehr starke Platte sein. Verkäufe dieser Auflage oder höher erreiche ich mit Dave Clark und vergleichbaren Acts. Ich glaube jedoch, daß unsere eigenen Acts, wenn erst einmal bekannt, genausoviel verkaufen können wie beispielsweise ein DJ Pierre. Jeder hat mal klein angefangen... Man schaue sich nur mal Thomas Heckmann an, wieviel der verkauft. Die Kritiken einiger unserer Artisten in englischen Gazetten, wie z.B. Eternity, sind extrem gut und man sagt ihnen eine gute Zukunft voraus.

FP:
Was ist passiert mit vielen belgischen Acts der Vergangenheit, warum gibt es so wenig gute Produzenten in dem Genre Acid und Techno?
VL:
Glaubst du nicht, daß unsere Acts vielleicht eine andere Sicht- bzw. Herangehensweise an Musik haben, vielleicht die Musik anders leben, als viele, die auf den Zug aufgesprungen sind und jetzt z.B. Ambient House machen oder sonst was, alles ausprobieren, um erfolgreich zu sein, aber keinen Idealismus haben?
Marc Van Campenhout
Wir machen all das, was Bonzai nicht macht. Für das kommerzielle gibt es jetzt ein Label von Big Time International, daß sich Nitric nennt.


FP:
Wann hast du das Label gegründet?
VL:
Wir haben '93 unsere erste Platte veröffentlicht. Laß mich dir ein paar Antworten auf existenzielle Fragen geben. Die Techno-Szene in all ihrer Vielfalt ist in den letzten Jahren immer größer geworden und wächst noch immer. Es gibt einige Label, die vorgeben, daß der Markt kleiner wird und die meinen, Garage machen zu müssen, aber das stimmt nicht. Natürlich gibt es durch die gestiegene Zahl der Anbieter, sprich Label, auch Fälle, wo Leute weniger verkaufen, aber im totalen steigt die Nachfrage. Wir verkaufen viele Platten in der Schweiz, Holland, Belgien, den USA, Frankreich, Deutschland und auch Japan.

FP:
Bist du allein verantwortlich für Re -Load ?
VL:
Ich bin einer der Besitzer des Labels. Ich regele das Finanzielle, das A&R wird von Mark Van Campenhout gemacht, der auch unseren Recordstore BCM macht.

FP:
Was war der Grund für den Aufbau von Re-Load? Ihr habt mit Big Time International viele große Hits gehabt...
VL:
Drei bzw. vier Monate nach der Gründung von Big Time hatten wir direkten Erfolg. Nicht nur mit Techno, sondern auch mit House. Wir hatten auf unserem Houselabel zwei große Hits und in dem Moment, wo du Hits machst, erwarten die Leute von dir Stücke nach derselben Formel, Cross Over Hits. Du wirst zu so etwas wie 2-Unlimited. Für das Business war das sehr gesund und eine Erfahrung, die uns Kontakte in der ganzen Welt eingebracht hat, z.B. auch nach Japan. Wir bringen dort viele Stücke heraus & haben große Marktanteile nicht nur mit Techno. Es ist ein natürlicher Prozeß, daß du mehr und mehr Overground wirst. Die Danceabteilung war immer mein Kind und so dachte ich mir, es wäre eine gute Idee, trotz der Cross Over Hits wieder zu den Roots zurückzukehren.
Re-Load ist wirklich mein Kind. Es muß aber alles finanzierbar sein und geplant werden. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt auch mit anderem wie der Bookingagentur und Promotion von Platten für andere Labels beschäftigt. Ich bin der Architekt und das mentale Gleichgewicht für Distribution Companies hier, Export Import. Wir bauen jetzt z.B. ein neues Label auf, das sich Aquatic nennen wird, und das mehr in die Club House Richtung gehen wird, Chicago, London etc...


FP:
Wie ist deine Politik bei Re-Load?
VL:
Ich achte immer darauf, daß die Erscheinungen in Form einer Welle zunehmen und abnehmen, was das Potential an hartem Techno betrifft. Es geht von experimentellem zu hartem Techno, zu hartem Acid, bis zu mehr fundamentalen, angenehmen Platten. Marc Van Campenhout ist verantwortlich dafür, das Re-Load Techno in seiner puren Form veröffentlicht und bis zu einem bestimmten Punkt experimentel ist.

FP:
Was habt ihr noch für die Zukunft vor?
VL+MVC:
Wir beginnen jetzt mit Reload Ambient. Die erste Platte kommt von Acid Kirk und heißt Psychonauts-Alchemy. Wir haben für die Zukunft noch eine Menge international bekannter Acts für Re-Load und Re-Load Ambient verpflichten können, wie z.B. Muzique, VIW von Warp, Ken Ishi, C.J. Bolland e.t.c.. Zusätzlich wird es noch Re-Load Limited geben.

Diskographie


< DJ Sneak                                                      Paul Johnson >

Copyright © 1995, Technomedia GmbH

Triple R (Riley Reinhold) Interview mit Steve Stoll (für Frontpage)

Steve Stoll

Honest & Pure Tracks from New York


So etwas wie eine weltumspannende Technoszene hat es möglich gemacht,daß man nicht mehr mit Leichtigkeit den Ursprungsort einer Platte errät. Techno hat schon seit längerem universellen Charakter erlangt, aber die Form der Produktion, die spezifische Handschrift des Künstlers und die des Preßwerks, sprich des Cutters, führt zu dem, was man Stil nennt. Dennoch gibt es einige, die sich wie ein Chameleon durch die Technoszene bewegen.
Steve Stoll ist einer, der seine Coleur von Platte zu Platte ändert und in seiner Form von Mimikri in einer unheimlichen Art und Weise überzeugt.
Wenige wissen, daß er neben seinen momentanen Projekten auf dem New Yorker Label Synewave auch Platten auf Djax Up unter dem Projektnamen Storm veröffentlicht, unter "Hemisphere" mit Pete Namlook eine Ambientplatte produzierte, sowie mit Datacloud auf Probe seine erste internationale Platte herausbrachte. In Deutschland ist er zusätzlich bekannt geworden durch sein Vinyl auf Delirium, "The Electronic World EP", sowie durch die erst vor kurzem erschienene "Dark Man" Double 10". Erst vor kurzem gründete er sein eigenes Label Proper Records, das bisher drei Releases markierte.
Seine schon vorher angesprochene Vielseitigkeit drückt sich in monotonen, langen Endlosmodulationen, hartem New York Acid, analogem Ambient und nicht zuletzt auf seinem eigenem Label in mehr an Detroit angelehnten Tracks aus. Monotonie scheint für ihn eine wichtige Konstante darzustellen. "Wiederholungen sind die Basis für viele meiner Stücke. Wenn du genau hinhörst, wirst du subtile Veränderungen festellen. Für mich verliert ein Stück die Richtung, wenn es stark variiert. Ich bevorzuge es, einen Groove aufzubauen und arbeite grooveimmanent, was sicherlich mit meiner Vergangenheit als Schlagzeuger zu tun hat."
Steve Stoll begann seine Laufbahn als Drummer bei der Industrialband KMFDM, die in den USA auf Wax Trax erschienen, bezeichnet sich aber selber eher als Programmer. "Ich habe schon mit zehn Jahren angefangen zu drummen. Ich erinnere mich, daß ich noch zu KMFDM-Zeiten schon einer der ersten war, der in New York mit elektronischen Drums rumexperimentierte. Ich testete jedes erdenkliche Drumprogramm, was mich letztendlich zum Programmieren brachte." Was oft auffällt bei Stücken von Steve Stoll, speziell bei Platten auf Djax Up und Delirium, ist das düstere Ambiente, das sich nicht zuletzt mit der "The Dark Man" auch als Titel niederschlägt.


Interview:


by Triple R






Was bewegt dich zu "darken" Tracks wie du sie machst?

S:
Wenn ich Happy-Tacks machen würde, würde das nicht das reflektieren, was ich im Inneren fühle. Ich glaube das Umfeld, in dem ich mich bewege, ist da wichtig. Ich lebe in Midtown von New York. Prostituierte, Drogendealer e.t.c., das sind Sachen, die du deshalb aus deinem Kopf verbannen möchtest. Manchmal ist es aber hart. Ich war zur Zeit des Golf-Krieges in Saudi Arabien und habe mit einem Walkman Sounds von Scud Attacken aufgenommen. Das sind auch Erfahrungen, die mich beeinflußt haben. Mein Projektname Storm ist Resultat meiner Erfahrungen dort.
FP:
Wie bist du nach Saudi Arabien gekommen?
S:
Ich bin der Army beigetreten als ich sehr jung war und habe während des ganzen Golfkrieges als Aufklärer von Satellitenbilder gearbeitet und Bombenangriffe lokalisiert. Das war 1991, für mich liegt das schon sehr lange zurück. Auch wenn das keinen direkten Einfluß auf meine Stücke hat, ich behalte das in meinem Hinterkopf und es zeigt nur, wie "fucked up" die Regierungen sind. Es ist unglaublich. Ich habe gestern eine Nachrichtensendung über die Architekten gesehen, die in Deutschland zur Zeit des NS-Regimes die Gaskammern/ Krematorien gebaut haben, die nie angeklagt wurden und heutzutage noch im Business sind. Das macht mir echt Angst. Es gibt hier in den USA viele, die sagen, daß es so etwas wie den Holocaust nie gab. Ich finde, da muß man Position beziehen und etwas dagegensetzen. Letzte Woche ist eine Frau bei mir um die Ecke vor einen Zug gestoßen worden und keiner von den Leuten auf dem Bahnsteig hat sich etwas anmerken lassen. Passiv zu sein ist bullshit. Ich habe dennoch eine positive Einstellung gegenüber der kommendenden Generation, speziell den Leute gegenüber aus meinem Umfeld, universelle Menschen. Ich arbeite in den USA, aber ich habe genau so viel zu tun mit Leuten in Europa. Technology läßt die Welt zusammenrücken. Sachen, die in Afrika passieren, berühren uns hier und vielleicht in zehn Jahren, wenn Leute unseren Alters die Welt regieren, wird einiges anders. Aber ich glaube, daß das in einer gewissen Weise jede Generation das von sich sagt.
FP:
Du hast jetzt dein eigenes Label, was hat sich dadurch verändert und wie waren die Reaktionen?
S:
Ich habe das größte Risiko bis jetzt auf mich genommen. Ich habe gestern meine Arbeit gekündigt und mache jetzt nur noch mein Label, full time. Proper hat angezogen seit der ersten Platte, die ich nur 300mal gepreßt hatte. Distributers haben haben große Mengen danach bestellt. Watts und 7Th City haben 1600 Platten geordert. Ich glaube nach sieben oder acht Platten wird das Label sich selbst tragen können und seinen Platz in der Labellandschaft gefunden haben. Das Label soll aber immer ein Undergound-Label bleiben. Mein Ziel ist es, zwei Platten im Monat herauszubringen. Ich kann das aber nur bewerkstelligen, wenn die Tracks gut genug sind. Die Promotapes, die ich von anderen kriege, sind oft nicht sehr gut.


Deine Platte The Blunted Boy war besser produziert als deine Debutplatte auf Poroper, druckvoller, mehr was für den Club!

S:
Ja, ich presse jetzt da, wo alle Houselabels pressen lassen, bei Europa Disk. Ich habe vorher in Brooklyn pressen lassen, aber die Jungs haben meine Tracks oft abgefuckt. Jetzt kostet es mich ein bißchen mehr, aber die Produktion ist besser. Ich presse derzeit nur 1000 Copies, um die Platten rar zu halten.
FP:
Wie wird deine neue Platte auf Proper heißen?
S:
Meine nächste Platte heißt "The Carbon Boy"- Back To Big Funk. Es gibt eine Story dahinter, jedesmal wenn du dir Damons White Label anschaust, sehen die aus wie Waffeln, gelb bis schwarz. Carbon heißt übersetzt verkohlt, das ist der Hintergrund. Stilistisch ist die Platte total anders als die letzte. Die eine Seite ist harter Underground-Acid, die andere ist minimalistischer Funk. Ich bin in der letzten Zeit sehr damit beschäftigt gewesen, solche Stücke der ersten Kategorie zu machen. Die neue 12" für Djax Up ist in ähnlichem Stil. Ich bin mir noch nicht sicher wie sie heißen wird, vielleicht Horoshison, was auf japanisch so viel heißt wie Mr. Storm. Ich hoffe sie kommt im April heraus, so daß ich sie bei meinem Gig in Chicago spielen kann. Saskia von Djax Up schwärmt total von ihr. Außerdem werde ich mehr auf Delirium herausbringen.
FP:
Du bist auch auf dem Trance Atlantic Sampler mit DJ Skull, Joey Beltram, Plastikman e.t.c., der gerade erschienen ist ?
S:
Wie sieht er aus? Ich habe ihn noch nicht bekommen.
FP:
Es ist quasi ein amerikanischer Sampler, mit guten Leuten.
S:
Momentan scheint jeder auf US-Tracks abzufahren. Das kann sich in einem halben Jahr wieder ändern und es ist wieder Frankfurt Sound in. Was in den nächsten Monaten angesagt sein wird ist House mit Acid. Womit ich große Probleme habe ist die geographische Lage eines Artisten, die für mich scheißegal ist. Ich glaube, daß es jemanden in Alaska geben könnte, der unglaublich gute Sachen macht, aber der Umstand, daß du nicht aus Chicago oder Detroit kommst, bringt dir weniger Aufmerksamkeit ein. Ich habe mit Daniell Bell gesprochen und er hat mir 100%ig zugestimmt. Er hat gesagt, daß momentan ein paar gute Platten aus Detroit kommen, aber auch ein Haufen schlechter.
FP:
Wer hat die Zeichnung auf der Blunted Boy gemacht?
S:
Die Zeichnung ist von meiner Frau, sie hat sie frei-Hand gezeichnet. Ich mag es, wenn die Platte nicht so stark technoid aussieht.
Arbeitest du noch an anderen Projekten, außer den besagten?

S:
Ich habe diverse Angebote von Majors, aber ich bin nicht sicher, ob ich meinen Namen dafür hergeben sollte, d.h. unter ihm die Platten herausbringen soll? Angebote kommen auch aus Deutschland.
FP:
Harthouse?
S:
Kein Kommentar!
FP:
Damon Wild wollte auch mal eine Platte auf Harthouse rausbringen, hat es dann aber gelassen.
S:
Mit Verträgen ist das so eine Sache. Wenn sie nicht am ersten oder zweiten Tag klappen, kippt die ganze Sache und es wird ekelhaft. Abgesehen davon gibt es aber auch Verhandlungen mit anderen Labels, z.B. Trope.
FP:
Es haben sich aber keine Majors in New York gefunden?
S:
Es gab einen Punkt, wo sich TVT (TV Tunes) für mich interessiert haben. Aber was du auf jeden Fall drucken kannst ist, daß amerikanische Labels nur das nehmen, was vorher in Europa erfolgreich war. Autechre, LFO, Aphex Twin e.t.c., alles was auf Warp rauskommt. Sie würden niemals einen Underground-Artisten unterstützen.
FP:
Wie bist du dazu gekommen, auf Delirium Platten zu machen?
S:
Der Kontankt ging über Pete Namlook, mit dem ich das Hemisphere-Projekt gemacht habe. Er hat mich eingeladen nach Frankfurt, was sehr interessant war, weil ich viel über die Stadt gehört hatte und so habe ich auch Jörg vom Delirium kennengelernt.
Wie machst du deine Tracks?

S:
Also, ich habe immer eine Idee, bevor ich anfange, was produktiver ist, als anders herum. Ich arbeite jeden Tag im Studio. Ich benutze kein Midi, sondern nur Din Sync; Voltage und Gates, welche mir erlauben, Sequenzen zu schaffen. In der letzten Zeit, angefangen mit der Ausgang II auf Synewave, habe ich begonnen, mich für Chicago- und Detroit-Sounds zu interessieren und habe dahingehend alte analoge Keyboards gekauft.
FP:
Du bist ja kein DJ, aber hattest vor einzusteigen. Was ist daraus geworden?
S:
Ich habe da nicht viel gemacht. Was ich momentan mache, sind Dubplates von meinen Stücken um sie Damon zu geben, der sie dann in Europa verteilt. Dubplates kosten mich 50 Dollar, was OK ist. In Deutschland fliegen zur Zeit auch ein paar Acetate rum. Electric Indigo hat z.B. zwei Platten. Ich glaube, daß ich diese Tracks auf Synewave veröffentlichen werde. Ich mache mich aber bereit für Live-Auftritte. Am 15 April gibt es eine große Djax Up Party in Chicago, wo ich teilnehme.
FP:
Wie sehen Live Gigs aus bei dir?
S:
Immer anders als das Material, das ich auf Platte veröffentliche. Es macht für mich keinen Sinn, etwas wiederzugeben, was schon auf Platte draußen ist.
FP:
Wirst du in absehbarer Zeit wieder etwas auf Plus 8 herausbringen?
S:
Das ist nicht abzusehen.
FP:
Wo gehst du aus in New York?
S:
Um ehrlich zu sein, es hört sich wirklich lahm an, aber ich gehe nicht in Clubs. Wenn ich dorthin gehe, ist mein Gehör abfuckt für den nächsten Tag und ich kann nicht mehr produzieren. Es ist unglaublich, daß Leute die Motivation aufbringen können, zehn Stunden zu elektronischer Musik zu tanzen. Ich kann das auch, aber die Umgebung, in der ich mich befinde, unterscheidet sich stark davon. Ich gehe zu einer großen Party alle fünf Monate. Wenn du auf einer großen Party bist, hast du hunderte von Leuten mit Hüten und Rave Gear und ich komme da rüber wie der ordinäre "White Boy". Das bringt einen schon durcheinander. Wenn ich einen Track höre, den ich wirklich mag, flippe ich total aus, wie z.B. vor kurzem, als jemand einen Mike Dearborn-Track spielte. Das ist für mich immer unglaublich, denn sowas spielt man hier so gut wie nie. Aber irgendeiner muß die Sachen doch spielen, weil sie sich doch auch verkaufen. Ich wünschte mir, ich würde wissen, wo man so etwas hören kann.


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Triple (Riley Reinhold ) Interview mit Joey Beltram ( für Frontpage)

Joey Beltram...


...is back !

Was man mit Joey Beltram verbindet ist sein Hardcore-Image der frühen 90ger. Der Erfinder der
Metasm Sounds und des legendären "Vortex", scheint für immer auf dieses Bild festgelegt worden zu sein, obwohl dieser zu Nu Groove Zeiten 1989-1990 seine höchste Phase der Kreativität hatte und in New York seit dem fest verwurzelt ist.
Cool und lässig wie eh und je, läßt ihn der Medienrummel um ihn deshalb kalt und auch auf die Frage was er in den Jahren 1993 bis 1994 gemacht hat, antworted er schlicht, er hat seine Keller aufgeräumt, mal alles sortiert. Nicht viel scheint sich für ihn geändert zu haben.
Die Leute die mit ihm zusammengearbeitet haben, wie z.B. Frankie Bones, Ralphie D, How & Little, Damon Wild und Mundo Muzique, die allesamt unter anderem auf der Brooklyn Beats Compilation (Easy Street ' 91) Stücke veröffentlichten, sind noch immer seine Freunde. Gesehen hat man ihn zuletzt in einem schwarzen Corvette (Latino Style?) mit Sonnenbrille als er in Brooklyn cruiste.
Dennoch etwas hat sich geändert, nicht umsonst, ist er vor ein paar Wochen, seit langer Zeit wieder einmal in Deutschland aufgetreten. Mit seine Beiträgen auf diversen Samplern (die zu den besten gehörten, von den gefeaturten!), wie z.B. der Trance Atlantic Reihe und nicht zuletzt seiner Compilation auf Trax und seinem Debut auf Warp hat er sich langsam aber beständig wieder in die Herzen der DJs gespielt.
"Quality" & "Consistency", in dem was man tut und wie man es tut, ist für ihn von enormer Wichtigkeit und so macht er sich wenig Sorgen über die Zukunft, denn Erfolg scheint sich bei ihm von selbst einzustellen. Brandaktuell ist seine Picture 10", die Invisible Record aus Promozwecken der kommenden LP von ihm vorgeschoben hat.

Triple R

sprach mit Joey Beltram:



Ich habe mit dir ein Interview gemacht, als du bei Mayday aufgelegt hast, daß ist eine lange Zeit her, seit dem habe ich dich hier nicht mehr auflegen hören. Legst du überhaupt noch in Deutschland auf?
JB:
Ja, ich erst kürzlich in Hannover mit Juan Atkins und Damon Wild.
FP:
War das eine US Nacht, oder...?
JB:
Nein, der Aphex Twin war noch da und etliche andere. Es war definitiv cool!
FP:
Ich meine mehr die Jahre zwischen 92 und 95.
JB:
Doch, ich habe einiges zwischendurch gemacht. Ich habe z.B. in Stuttgart, Düsseldorf und Berlin aufgelegt. Ich bewahre meine "Low Profile- Einstellung," aber so bin ich ja sowieso immer.
FP:
Macht es dir noch immer Spaß Techno zu produzieren. New York scheint derzeit nicht der Ort zu sein, um inspiriert zu werden für solche Musik? Was passiert momentan?
JB:
Es passiert hier nichts, ich meine es passiert hier schon etwas, aber es ist Müll, wenn du weißt was ich meine. Es ist ein Witz, was man hier Szene nennt. Ich nehme da garnicht teil bei so einem Schwachsinn. Es ist bloße Zeitverschwendung weil die Leute nicht die richtige Vorstellung haben, alles was sie spielen wollen ist.....es ist schwierig zu sagen, du mußt das wirklich an eigenem Leib erfahren. Ich würde das als kommerzielle Umgangsart von Musik bezeichnen.
FP:
Macht dich das nicht unglücklich zu sehen, das es 1991 mehr Techno-Outputs in New York gab als jetzt?
JB:
In gewisser Weise bin ich froh das es so ist, weil du immer viele Leute hast, die nur kurze Zeit mitmischen wollen, die auf den Wagen aufspringen, um ein paar Leute zu beeindrucken. Leute, die dabei sind, aus Gründen des falschen persönlichen Egos, um rumlaufen zu können und zu sagen:>b>" Ich bin jetzt auf einem major". Momentan gibt es nur eine handvoll Leute, die es machen und die es von Herzen tuen, Damon Wild, Steve Stoll, Mundo Muzique und ein paar andere. Für diese Leute habe ich vollen Respekt und wenn du deren Platten heute anhörst haben die über Jahre Qualität abgeliefert. Das sind die Leute die New York representieren, was die positive Seite angeht. Die anderen machen schlechte Raves, booken seit Jahren die gleichen no-name DJs, Leute die mit ihnen befreundet sind, es ist alles Politik. Mundo, Steve, Damon und ich, die wir jedes Wochenende in Europa auflegen, wir werden hier in New York nicht gebookt.
FP:
Wer legt dann überhaupt auf?
JB:
Ich will keinen Dreck aufwühlen, wirklich nicht. Die Leute die dies lesen, wissen wer sie sind. Es sind immer die gleichen Leute.
Ich halte gerade eine Doppel LP von dir in der Hand, die vor zwei Monaten veröffentlicht wurde. 'Aonox' auf Barramundi, einem belgischen Label. Das sind eher untypische industrial-listening tracks. Düster, wie man sie auch von Marco Michele (Out Of Orbit) kennt. Was ist da mit Joey Beltram passiert?
JB:
Das Material war ursprünglich für Visible Records Los Angeles intendiert, die es weiterlizensierten. Das sind Stücke, die ich 1993, als ich eine Pause gemacht habe, zustandegekommen sind. Um die '93 ging die Musik in so viele verschiedene Richtungen.........'89, '90, '91 gab es keine verschiedenen Styles von Techno, oder was man Techno zu diesem Zeitpunkt genannt hat. Es war eine Sache, entweder du hast sie gespielt oder nicht, es gab keine Diskussionen über, "Ja, das ist Break Beat", oder irgendetwas anderes. Das war recht cool, denn wenn du damals in einen Club gegangen bist hast du verschiedene Styles von Musik (Techno) gehört. Musik wurde danach sehr stark aufgeteilt, in Hardcore, 200 BPM Musik, melodischer Trance, welcher Leute hat einschlafen lassen und dann gab es noch.......eben so vieles anderes. Wenn du damals nur einen Stil gemacht hast, haben dich alle anderen, die da mehrgleisig fuhren, ignoriert.
Als die die Aonox Track gemacht habe, habe ich sie gemacht, weil ich sie mochte, nicht, weil ich meinte etwas anderes machen zu müssen, weil es andere so machten. Ich habe zu diesem Zeitpunkt, vieles was auf den Markt kam nicht gemocht, denn ich stehe auf das" Under One Roof"- Zeug von '89, '90 und '91. 1993 habe ich wie gesagt eine Pause gemacht in meinen Veröffentlichungen, ich habe aber weiterproduziert und dachte damals, daß das Aonox Material zu schwierig gewesen wäre um es zu veröffentlichen, so habe ich es für mich behalten und erst vor kurzem zu Visible gegeben. 1994 entschied ich mich wieder Platten im großen Stil zu veröffentlichen. Anderes Material das ich zurückgehalten hatte, erschien z.B. auf der Caliber EP auf Warp oder der Re-Releses Double 12" auf Trax . Das war das im Grunde das Jahr wo ich meinen Keller aufgeräumt habe.
FP:
Da muß ich dich direkt was fragen. Bei den Re-Releases war man sich hier immer einig, daß sie nicht alt sein konnten. Sie waren zu tricky und kompliziert für die Zeit dachten wir. Waren es nicht zum größten Teil neue Stücke?
JB:
Nein, nicht wirklich. Die meisten Stücke sind von Trax vorher released worden, um die 1991 herrum, bevor er sein Label schloß. Um genau zu sein, sind vier Stücke schon vorher veröffentlicht worden.
In Chicago schimpft ja jeder irgendwie über Trax, wenns ums bezahlen geht, daß hat dich aber nicht gestört, als du nach langer Pause dich entschlossen hast wieder eine Platte bei ihnen herrauszubringen?
JB:
Ja, Leute sagen Sachen über Larry, aber er macht die musikalische Linie und wir kommen beide sehr gut miteinander aus. Ich habe noch nie mit ihm ein Problem gehabt. Es ist ein cooler Typ und ich respektiere das was er in der Vergangenheit veröffentlicht hat. Trax war das erste Label was Acid vorgestellt hat, die die 909 gebraucht haben, was heutzutage ein Standart ist und eben vieles andere. Trax verkauft wieder gut und es gibt bei allen Sachen, immer zwei Seiten einer Medallie. Ich bin sicher, daß wenn du Larry anrufst, eine ganz andere Story hörst.
FP:
Ich möchte nicht penetrant sein, aber welche oder wie viele Stücke waren richtig neu?
JB:
Da bin ich nicht sicher. Ich glaube ein Stücke, das als erstes auf einer der vier Seiten ist, war recht neu. Übrigens sollte die Doppel 12" garnicht garnicht als Re-Release Platte erscheinen, obwohl eben diese vier Stücke schon auf Trax erschienen waren. Viele der Stücke auf der Platte kamen von B-Seiten, die ich vorher veröffentlicht hatte und die keiner wirklich zur Kenntnis genommen hatte, weil alle auf härtere Stücke standen zu diesem Zeitpunkt. Stücke die auf Nu Groove herrauskamen und einem der Sublabel 'Alibi'. Ich weiß nicht ob du irgendwas von dem Zeug hast? Wie z.B. "Technical Onslaught".
FP:
Ich muß gestehen leider nicht.
JB:
Kennst du "Let It Ride" ? Es war das erste was R&S von mir veröffentlichte, es kam herraus vor "Energy Flesh".
FP:
Das erschien unter deinem Namen, Joey Beltram?
JB:
Die Platte kam raus unter dem Namen 'Direct' aber es steht auf ihr, daß die Stücke von mir sind. Jeder weiß das. In den Staaten kam die Platte über Nu Groove auf Alibi herraus. Ich habe viel gemacht in '89 aber ich hatte natürlich keinen Namen zu diesem Zeitpunkt. Ich bin wirklich erst entdeckt worden mit "Energy Flesh". Das frühe Material kennen nur wenige und das ist es auch was Larry auf Trax herrausbrachte. Ein anders Projekt auf Trax sollte eigentlich the Re-Releases heißen, da hat Larry oder der Printer leider einen Fehler gemacht. Ich weiß garnicht, was jetzt mit der anderen Platte ist, die so heißen sollte. Auf dieser sollten Stücke von Nu Groove und Easy Street sein. Ich habe ein paar 12"s auf Easy Street veröffentlicht.
FP:
Um nochmal auf Visible Records zurückzukommen, hast du vor der Aonox noch Platten auf dem Label veröffentlicht?
JB:
Ja, in '93 unter dem Namen Odyssé 9. Das war meine erste Platte auf dem Label und die zweite des Labels überhaupt. Ich habe jetzt gerade eine 10" Picture Disc auf Visible herrausgebracht. Es ist so eine Art Promo für die kommende LP von mir, unter dem Namen Odyssé 9. Auf der 10" sind übrigens zwei 135 BPM Stücke eines davon ist exklusiv nur auf ihr.
FP:
Ich habe gehört sie soll sehr hart sein?
JB:
Nein, im Gegenteil, es sind eher mellow Tracks, ich weiß nicht. Leute haben mich zu einem bestimmten Zeitpunkt als Hardcore-Guy klassifiziert, der ich nicht bin, da muß ich betonen. Stücke wie "Vortex" oder "Mentasm" galten als die ersten Hardcore Tracks, wenn du aber die meisten meiner Stücke hörst, merkst du wie viel verschiedene Platten ich gemacht habe. Ich habe die Tracks um '91 gemacht weil ich etwas anderes machen wollte. Ich wollte nicht das machen, was andere gemacht haben, klassischer House. Ich wollte andere Bereiche erkunden. Jeder nach mir der die Stücke gehört hat, hat sich gesagt; "Cool, ich will auch Hardcore sein, aber ich will härter sein." Als dann viele Hardcore gemacht haben, habe ich mich schnell davon distanziert.
Du hast in der letzten Zeit immer öfters gute Stücke auf Compilations untergebracht, zuletzt auf der Trance Atlantic Serie. Hast du nie daran gedacht, anstatt sie dort rauszubringen vielleicht alle zusammen auf einer 12" oder vielleicht auf deinem eigenem Label zu veröffentlichen?
JB:
Ich habe gerade was laufen in Bezug auf mein eigenes Label Syntox. Ich habe ja schon Platten auf dem Label herrausgebracht.
FP:
Ich kenne nur die Evil A.D. - Destruction EP, welche gibt es noch?
JB:
Ich habe noch eine andere pressen lassen, die kam aber nie offiziell herraus, sondern nur als Promo, die ich an meine Freunde verteilt habe. Ich werde jetzt ganz offiziell wieder anfangen das Label zu puschen, ich hatte keine Lust das Label nur nebenbei zu machen, sondern will mir damit ein wenig Mühe geben. Ich war zu beschäftigt in '94.
FP:
War das dein einziger Versuch ein Label zu gründen?
JB:
Nein, mir gehörte damals Alibi, ein Sublabel von Nu Groove. Wir haben nur vier Platten veröffentlicht. Dann gab es noch weitere Offshots von Nu Groove z. B. Rythmatic Rage und Sue Records, die nicht meine Label waren, auf denen ich aber Stücke hatte.
FP:
Was hälst du von "harten" Techno heutzutage, oder was ist für dich hart und wie stehst du heute dazu?
JB:
Ich mag von jedem etwas, weiß du. Jeder Track spricht für sich. Ich habe nichts dagegen wenn ein Stück hart ist, es gibt keine Regel die mir sagt; "wenn es hart ist, darfst du das nicht mögen." Es gibt diverse Sachen, die ich persönlich hart finde, die andere aber nicht hart finden.
FP:
Was ist das?
JB:
Ich finde Gabba sehr hart, aber ich mag es nicht. Acid Scout ist hart, aber sehr gut, ich spiele es oft in meinem Set. Jeff Mills Zeug auf Waveform ist hart aber sehr gut.
FP:
Wen magst du von den Producern momentan?
JB:
Jeff Mills steht ganz oben auf der Liste, Luke Slater, Damon Wild, Mundo Muzique, Paul Johnson, Mike Dunn.
FP:
Wie würdest du deinen Stil beschreiben wenn du auflegst?
JB:
"Bouncy", ich spiele alles, beschränke mich nicht nur auf New York oder Chicago Stuff.
FP:
Als du eine Platte auf Warp gemacht hast war das eine große Überraschung für viele.
JB:
Ja, das glaube ich. Ich verschicke viele Demos und die gehen da und dort hin. Ein Freund von mir lebt in der Ecke und hat ein Tape bekommen und so muß es zustandegekommen sein. Bei Warp war das so, daß sie früher viel mehr Dancefloor gemacht haben und dann kaum mehr etwas und da war es schon eine Überraschung das sie meine Tracks genommen haben, weil es sehr dancefloorfreundliche Stücke waren.
FP:
Was glaubst du wie viele Platten du schon gemacht hast?
JB:
Ich habe um die 75-80 Platten gemacht, wo ich in irgendeiner Weise involviert war.
FP:
Was gibt es bei dir für Zukunftsprojekte?
JB:
Ich stehe in Verhandlungen über eine LP bei Tresor und eine neue 12" auf Trax.


Copyright © 1995, Technomedia GmbH HomeBattnSm2 HomeBattnSm1

Triple R (Riley Reinhold) - Artikel über die Stilrichtung "Electro"




Electro 

Written with very special help of DJ Rootpowder, Formic Rec. Köln



Nein, mit dem Club Elektro in Berlin, der sicherlich hier mehr als eine Erwähnung verdient hätte, hat dieser Artikel nichts zu tun. Im Zuge aber eines neuen Hypes wie Trip Hop, der auf gesampelten Hip Hop Beats in Kombination mit trippigen Sequenzen baut, ist es an der Zeit, auf Elektro hinzuweisen und damit vielleicht bei manchen ein stilles Interesse zu wecken. Elektro ist eine Richtung elektronischer Musik, die in 1982 in den USA seinen Urprung fand, vergleichbaren Einfluß hatte auf Techno wie House und sich gleichermaßen auf Kraftwerk berief.
Wegbereiter des Elektro war Afrika Bambatta, der mit Hits wie Planet Rock und Looking For A Perfect Beat Musikgeschichte schrieb.
Kraftwerks Computerwelt und später Tour De France setzten in der frühen Phase von Elektro Standarts und vermittelten ein futuristisches Bild von der Zukunft, das man sich schlichtweg einverleibte. Bis in unsere Zeit hinein gibt es wenige Elektroplatten, die nicht von Kraftwerk-Sequenzen Gebrauch machen.
Im Unterschied zu House, ist der direkte Einfluß auf Techno House, was das überwechseln von Artisten von einem Camp ins andere, b.z.w. das Sampeln alter Platten angeht, relativ gering. Alleine Juan Atkins Cybertron, dem Vorgänger von Modell 500, zeigt eine Linie auf, die 1982 mit Cosmic Car auf dem californischen Label Fantasy beginnt und bis in unsere Zeit andauert. Fairerweise muß gesagt werden, daß weder seine Elektro Platten, noch seine Technoplatten stellvertretend waren für jene Epoche und das er mit I See The Light 1994 wieder eine Elektroplatte veröffentlichte.
Sicherlich auch von Elektro inspiriert war die Brooklyner Techno Szene Anfang der 90ger rund um Joe Beltram, How & Little und Franky Bones, deren Stücke alle auf einem Hip Hop Beat fußten. Witzig auch, daß Westbams großer Hit Monkey Say Monkey Do sich mit Liquid Liquids- "Optimo" eines New Yorkers Elektro Beats bediente.
Charakteristika eines jeden Elektrotracks sind, neben dem programmiertem 808 Hip Hop Beat: Vocoderstimmen (durch einen Computer in eine andere Stimmlage transponierte, geprochene Worte), RAP, Instrumentierungen durch Analogsynthisiezerklänge, Harmoniewechsel von Akkorden und Scratching . In seltenen Fällen gibt es Gitarrenparts. Auf der Rückseite findet sich immer eine Instrumental-Seite. Auffällig auch, die zum Ende eines Stücks hin oft zunehmende Eskalation von Sounds.
Die Obsession und der Spaß an Technik und der damit verbundene Glaube, die Mißstände in seiner Heimat-Stadt beheben zu können, war Gegenstand von Raps, genauso wie Hip Hop typisches Machogehabe . Titel wie, Computer Age, Auto Man, Im Not A Robot, Space Cowboy, Ground Control, Space Is The Place, Cyborg Dance und Teknology waren nicht selten und drückten Enthusiasmus gepaart mit einer leichten Skepsis in Bezug auf die Zukunft aus. Oft ging es mit der Begeisterung soweit, das der Interpret sich so darstellte, als ob er nicht von der Erde, sondern vom Mars käme. Der Blick in die Zukunft und das Bekenntnis zur Computerästhetik ließen kitschige, klischeemäßige Computersounds, wie man sie aus 60ger Jahre Science Fiction kennt, geschmackvoll in Stücke einfließen.
Was Jack für House bedeutete in den Texten sämtlicher Oldschool Platten, war Phreak für Elektro.Phreaks Are On The Floor Now, A Phreaky Situation, e.t.c., es war kein Ende absehbar.
Das Equipment, das auf Platten benutzt wurde und der experimentelle Umgang mit diesen, erinnert in vielerlei Hinsicht an Techno-produktionen von heute. 808, analoge Synthies und Samples, d.h. live eingespielte Scratches von Platten.
Elektroplatten wurden vorzugsweise von Breakdance DJ aufgelegt, fanden sich inmitten von kommerziellen Discosets wieder und dienten oft als Soundtracks für Break Dance Filme, wie z.B. Wild Style.
Eines der wenigen Elektrostücke, das in Deutschland in die Charts kam, war Johnzon Crews-Pack Jam (Electro Boogie), das obskur genug als Soundtrack zur ersten Staffel von Formel I im deutschen Fersehen lief.
Reine Elektrolabel, wie Freak Beat, Egyptian Empire, Rappers Rap, Music Specialist oder Right On, sind eher selten und scheinen als Einzelaktionen, aus der persönlichen Not heraus enstanden zu sein, schlichtweg nicht woanders veröffentlichen zu können. Ein Label, welches verschiedene Interpreten veröffentlichte, später dann bis in die 90ger hinein auch Techno herausbrachte war Cutting. Kurioserweise ist genau auf diesem Label jetzt mit 740 Boys - Shimmy Shake wieder eine gute Elektro Platte erschienen. In den meisten Fällen sind es größere Labels, wie Tommy Boy, Vanguard, Fantasy oder z.B. Cutting, die jede Art von schwarzer Musik veröffentlicht haben, b.z.w. Mayors wie Polydor, Atlantic und EMI.
Standbein von Elektro war neben New York auch Miami, dessen Stil von Elektro in der späteren Phase als Miami Bass bezeichnet wird und das mit Fantasy als eines der Label schon 1982 mit der Veröffentlichung von Cybertron bahnbrechendes leistete. Mit dem Beginn von House 85/86 ging es bergab mit Elektro, gleichzeitig aber kam mit dem californischem Label Technohop (später Technocut) eine weitere Variante dazu, die toughere und schnellere Beats gebrauchte. Miami Bass dagegen setzte auf einen durchgehenden Beat mit tiefer Bassdrum, die oft eine Melodie spielte, zu der in Form von Zitaten, collagenartig und stilistisch verschieden, Samples und eine Menge geniales Scratching kamen.
Sofern man davon überhaupt sprechen kann, weil die meisten Platten individuell stark verschieden waren, so lassen sich dennoch Merkmale heraustellen.
Keiner war futuristischer, düsterer und abrakter als Juan Atkins. Nur Planet Detroits - Return Of Planet Detroit (Pandisc) - zielt mit seiner Ernsthaftigkeit in eine änliche Richtung. Electric Funk - On A Journey arbeitete schon 82 mit gerader Bassdrum, dennoch mit Elektro-Feel
Newcleus war trippiger, funkiger, spaciger Elektro, genauso wie Johnson Crew. Egypian Lover war super synthischer Elektro mit egyptischen Melodien, extrem gut produziert und seiner Zeit vorraus. The Unknown DJ -808 Beats war stark 808 fixierter, puristischer Sound. Wir wollen hier nur einige nennen.
Abschließend bleibt zu sagen, das es sich bei den erwähnten Platten um progressive handelt und das es wie bei jeder anderen Musikrichtung auch hier kommerziellere, discoorientiertere Outputs gibt, die dennoch manchmal interessante Dubparts aufwiesen.

Ein Potential b.z.w. ein Interesse für Elektro scheint bei Produzenten in Detroit zumindest noch immer vorhanden zu sein. So erschien auf UR mit der Drexciya 4 - The Unknown Aquazone ein reines Elektro Doppelalbum. Auf 430 West erschien mit Bass Magnetic eine Elektro Doppel 12" und Juan Atkins veröffentlicht mit I See The Light seit langer Zeit wieder eine Elektro Platte. Ungebrochen in ihren Bemühungen Elektroplatten zu veröffentlichen, ist Pan Disc eines der wenigen Labels, die auch jetzt noch Elektro herausbringen, wie auch Cutting nach mehrjähriger Pause wieder mit einer Platte aufwartet.


1981
Kraftwerk - Computerwelt
1982
Afrika Bambatta & Soul Sonic Force (Tommy Boy) , Kinkina - Jungle Fever (Profile), Quadrant Six - Body Mechanic (Atlantis), Electric Funk - On A Journey (Prelude), Winobi - Funky Soul Makassa(Street Wise), Man Parrish - Hip Hop Be Bop (Sugar Scoop)
1983
Twilight 2 - Electric Kingdom (Vanguard), Ice T + Chris Taylor - Reckless Tibetan Jam (Polydor), Formula 5 - Killer Groove (Write On), Rich Cason + Galactic Orchestra - Veai 2001 Boogie (Rappers Rap), G-Force -Feel The Force (SMI), Kraftwerk - Tour De France (EMI), Hashim - Al Naa Fish (Cutting), Egyptian Lover - Egypt Egypt (Freak Beat), I.M.S. - Nonline (Emergency),Cybertron - Clear Enter LP (Fantasy), Capt. Rock - Return Of Capt. Rock (NIA), P Crew - Nasty Rock (Prelude), Rockmaster Scott - Its Life (Profile), Bobby Jimmy - We Like Ugly Women (Rapsur), Newcleus - Jam On It (Sunny View), Z Factor - Fast Cars (Mitchball) (direkter Vorläufer von House), Jonzun Crew - Pack Jam (Tommy Boy),
1984
Imperial Broth -We Come To Rock (Cutting), Jamie Jupiter - Computer Power (Egyptian Empire), Cybotron - Techno City (Fantasy), Pretty Tony - Fix It In The Mix (Music Specialist), Planet Detroit - Return Of Planet Detroit (Pan Disc), Palmer Force Two - Street Wars (Pan Disc), Paul Hardcastle - Rainforest (Profile), Dynamic Breakers - Dynamic (Sunny View),
1985
MC QP - Hello Baby (MDA), Sugarstyle 909 - The Beat Is Mine (On The Spot), LA Dream Team - Rockbeny Jan (Dream Team Rec.), World Class Wreckin Crew - Juice (Kru - Kut), Kosmic Light Force - Mysterious Waves (Night Beat), Information Soci. - Running Wide Angel (Tommy Boy), Arabia Prince - Innovator (Rapsur), Unknown DJ - Lets Jam (Techno Hop), Modell 500 - No Ufos (Metroplex).
1994
Drexciya 4 - The Unknown Aquazone (UR), Bass Magnetic (430 West), Crazy LEggs - Happy And You Know It (Pan Disc), 740 Boys- Shimmy Shake (Cutting)


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